Angefangen hat alles mit einem ungeduldigen Jungen. Gerhard Lang wollte als Kind ständig wissen, wie lange es noch bis Weihnachten dauert. Seine Mutter nähte ihm deshalb 24 kleine Kekse auf einen Karton, einen für jeden Tag. Jahre später, 1908 in München, brachte Lang den ersten gedruckten Adventskalender heraus. An der Idee hat sich bis heute wenig geändert: jeden Morgen ein Türchen, jeden Morgen ein bisschen Vorfreude. Was dahinter steckt, dagegen schon. Und wer sich die Kalender ansieht, über die gerade alle reden, findet jede Menge Adventskalender Ideen.
Übrigens: Das erste Türchen öffnet sich immer am 1. Dezember, das letzte an Heiligabend. Die Adventszeit selbst beginnt schon mit dem ersten Advent, also Ende November oder Anfang Dezember. Wer einen Kalender verschenkt, überreicht ihn also am besten Ende November, damit kein Türchen verloren geht.
Was heute hinter den Türchen steckt
Die Kekse von Langs Mutter wären heute wohl eine Packung Pringles. Herzhafte Snacks, Tee und die Kalender von Koro stehen inzwischen gleichauf mit Lindt. Und Rituals gehört mit seiner Kosmetik zu den ganz großen Namen der Saison.
Die eigentliche Überraschung kommt aus der Werkstatt. Makita, Wera und der Baumarkt Toom haben eigene Adventskalender, mit Bits und Werkzeug statt Schokolade. Kein Wunder also, dass Kalender für Männer inzwischen fast genauso gefragt sind wie solche für Frauen. Und dann sind da noch Marken, die gar keine Kalender verkaufen: Der Kreuzfahrtanbieter AIDA und das Techportal Chip nutzen das tägliche Türchen für Angebote und Gewinnspiele.
Warum die besten Kalender funktionieren
All diese Kalender haben etwas gemeinsam. Sie machen den Dezember zu einem kleinen Morgenritual, noch bevor der Kaffee durchgelaufen ist. Der Inhalt ist klein, aber man benutzt ihn wirklich: ein Bit, eine Handcreme, ein besonderer Tee.
Die gelungensten bauen auf etwas hin. Am 24. ist der Werkzeugkasten voll oder die Sammlung komplett. Und sie sind für einen bestimmten Menschen gedacht. Ein Kalender voller Bits für den Heimwerker sagt mehr als jede Schachtel Pralinen.
Ideen für Adventskalender zum Nachmachen
Diese Tricks kann jeder übernehmen. Mit einem leeren Adventskalender kommt dein eigenes Design auf die Vorderseite, und du entscheidest selbst, was hinter jedem Türchen steckt. Ein paar Ideen zum Befüllen:
Jeden Morgen ein anderer Tee oder Kaffee, dazu eine Tasse mit Namen.
Kleine Helfer für Heimwerker: Bits, Schrauben, praktische Kleinigkeiten.
Mini-Marmeladen und Honig für alle, die gern lange frühstücken.
Spezialitäten aus deiner Region, vom Lebkuchen bis zum Senf.
Puzzleteile, die erst am 24. ein Bild ergeben.
Hinter jedem Türchen ein Gutschein: ein Kaffee draußen, ein Kinoticket, ein Morgen zum Ausschlafen.
Zettel mit Erinnerungen an das gemeinsame Jahr. Kosten nichts und werden am längsten aufgehoben.
Der Klassiker, ganz persönlich
Und dann ist da noch der Kalender, mit dem wir alle aufgewachsen sind. Der Schokoladenkalender ist vielleicht die älteste Idee in diesem Artikel, aber immer noch eine der besten, besonders wenn dein Name darauf steht. Ein Adventskalender mit Logo trägt dein eigenes Design oder ein Teamfoto, und hinter jedem Türchen wartet Fairtrade-Vollmilchschokolade oder ein Klassiker wie Kinder und merci. Jeder weiß sofort, wie er funktioniert, niemand sagt Nein zu Schokolade, und er steht den ganzen Dezember auf dem Schreibtisch. Jeden Morgen mit deiner Marke im Blick.
Adventskalender befüllen: worauf es wirklich ankommt
Ein Kreuzfahrtanbieter und ein Werkzeughersteller haben aus demselben Grund einen Adventskalender: 24 Tage lang gehören sie zum Morgen ihrer Kunden, im vollsten Monat des Jahres. Kaum ein Geschenk bleibt so lange im Blick. Am Ende ist der Inhalt also gar nicht so wichtig. Halte es klein, denk an einen bestimmten Menschen und gib ihm einen Grund, morgen wieder ein Türchen zu öffnen. Wenn du schon den restlichen Dezember planst, schau dir unsere Marketingideen für Weihnachten an.


